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ZetaBoo

" Outerrail"
 Aito Records
 (im Vertrieb von Just Records Babelsberg)
 Kat-Nr:
 VÖ: 16.02.2007

ZetaBoo: hinter diesem mysteriösen Namen verbirgt sich der entfernteste Doppelstern im Sternbild des Bärenhüters, der in der griechischen Mythologie je nach Überlieferung den Sohn des Zeus und der Kallisto oder den Ikarios darstellen soll. Im Hier und Jetzt, auf unserem Planeten, ist ZetaBoo eindeutig Synonym für feinste finnische Musik.

Nach sechs Jahren treten ZetaBoo mit ihrem dritten Album „OuterRail“ wieder ins Rampenlicht. In der Zwischenzeit sind die vier Musiker aus Helsinki trotz ihrer jeweiligen Soloarbeiten, bei denen die anderen ZetaBoo-Mitglieder in irgendeiner Form eingebunden waren, immer in engem Kontakt geblieben. In den 90er Jahren versammelten sich um den Gitarristen Jarmo Saari erst einmal der Bassist Pekka Lehti und der Jazzperkussionist Marko Timonen, die beide lange Jahre mit Värtinnä spielten. Das Trio lud regelmäßig Gäste wie Kimmo Pohjonen oder Niels Langren ein, und so auch Anna-Mari Kähärä, bis die Akkordeonistin vollständiges Mitglied von ZetaBoo wurde. Seit ihrem ersten Album präsentieren ZetaBoo eine mitreißende, meist instrumentale Mischung aus Folk- und Jazzelementen, wobei die Tendenz zum Pop nicht zu überhören ist. “OuterRail” ist entschieden akustischer als die Vorgängeralben. Feine Perkussionspassagen bilden die rhythmische Grundlage für Jarmo Saaris zarte Melodien und Pekka Lehtis sensiblen Bass. Hinzu kommt das Akkordeon und die spherische Stimme des ehemaligen enfant terrible des finnischen Jazz, Anna-Mari Kähärä. Thematisch setzt sich “OuterRail” mit Heimweh auseinander. Die Melodien schlängeln sich durch die Lieder, musikalische Landschaften ziehen vorbei, wobei der mutige, spontane Weg immer wichtiger ist als das Ziel. Wie zuvor Jim Morrison oder Tangerine Dream adaptieren ZetaBoo zwei Gedichte des englischen Romantiker William Blakes. Zur Entstehung von “OuterRail” erzählt Jarmo Saari, der alle Stücke komponiert hat: “ Diese Musik ist durch meine Reisen auf Kuba und in Brasilien inspiriert, eine Art Reisetagebuch. Nicht alle Songs hängen unmittelbar mit diesen Ländern zusammen, vielmehr drücken sie das Gefühl aus, fremd in einem merkwürdigen Ort zu sein, das muss nicht zwangsläufig Havanna oder Rio de Janeiro sein. Lustigerweise hatte ich schon beim Komponieren ZetaBoo im Kopf, ich musste die Mitglieder nur noch fragen, ob sie tatsächlich dabei sein wollten. Obwohl es eine sehr persönliche Musik ist, hätte ich das Album mit keiner anderen Band machen wollen. Hätten sie abgesagt, wäre ich zum nächsten Projekt übergegangen. Wichtig ist, das jetzt alles dokumentiert und im Kasten ist, ich hätte nämlich nicht länger in dieser “OuterRail”-Position bleiben können!” “Sterne machen keinen Lärm”, so ein irisches Sprichwort. Aber ausgezeichnete Musik!

beigefügte Dokumente

© Malagueta Music Ltd. 2006