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"Un chien de ma chienne"
Caillasse Theatre
(im Vertrieb von Broken Silence)
VÖ: 27.03.2009
Tatsächlich verlangt der Sound, der an die französischen Kollegen Les Têtes Raides oder Louise Attaque denken lässt, eine gehörige Portion Ausdauer: die Fans müssen sowohl beim Pogo als auch beim Walzer Schritt halten können. Diejenigen, die es noch werden wollen, binden sich erst einmal die Haare los, lockern die Arme und rocken einfach mit. Schräge Akkordeonakkorde, kreischende Gitarren, eigenwillige Geigen und die Stimme Yann Siptrotts vereinen Rock, Folk, Punk und Chanson. Wer sitzen bleibt, verdient es nicht besser!
Nicht nur der Name der Band, sondern auch der Albumtitel wirft Fragen auf. „Un chien de ma chienne“ könnte man mit „Dir zahle ich es heim“ oder „ich kriege Dich noch“ übersetzen. Sollte es ein rachesüchtiges, aggressives Album werden? Es beginnt bezeichnenderweise mit einer Ska-Version der „Ballade des Pendus“ des mittelalterlichen Dichters François Villon, der sich mit seinem Spott gegen den König ins Gefängnis brachte, um sich anschließend mit Lobgedichten wieder frei zu kaufen. Der Ton ist angegeben: mal witzig, mal zynisch, immer humorvoll, provokant und mit viel Poesie.
Unter der Leitung des Produzenten Mazarin (Bénabar, Olivia Ruiz, Lafofora) ist kein geradliniger Pop entstanden, dafür ist die französische Musikszene einfach zu abwechslungsreich und innovativ. Das Debütalbum von Yan Caillasse ist druckvoll und energiegeladen, gleichzeitig aber auch sehr feinfühlig geworden.
Wir waren vorgewarnt: „Euch krieg’ ich noch“ prophezeite Yan Caillasse, und so kommt es auch: wie elektrisiert lässt man sich mitreißen und wartet darauf, dass gleich die Nachbarn mit der Polizei vor der Tür stehen. Yan Caillasse kann man eben nicht leise hören...
Wer dies nicht riskieren mag, geht in folgende Konzerte:
. 14.04. frankfurt - clubkeller
. 15.04. hamburg - hafenklang
. 16.04. halle - objekt 5
. 17.04. bremen - nook
. 18.04. neutramm - raum 2