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"Deidem"
Culture Taxi Records
(im Vertrieb von h’Art )
VÖ: 13.06.2008
LC: 18512 - CTR006
Taj Weekes’ hohe Stimme und die ungewöhnlich verlockenden Melodien bilden die Grundlage für einen perfekt ausbalancierten Reggae. Mit bodenständigen Keyboards, listiger Wah-Wah Gitarre, verführerischem Frauenchor und einer geradlinigen Inszenierung wird es offensichtlich, dass wir uns in der Gesellschaft eines Musikers befinden, den die westindischen Götter gesegnet haben.
Taj Weekes ist auf St. Lucia aufgewachsen und später nach New York gezogen. Zusammen mit seiner Band Adowa veröffentlichte er dort im Jahre 2005 sein erstes Album, „Hope and Doubt“, mit dem er seine Live-Karriere startete und eine solide Fan Gemeinde aufbaute. Heute erscheint sein zweites Werk, „Deidem“ („Wir alle“). Nach dem Tod seiner beiden Eltern innerhalb eines Jahres handelten Taj Weekes’ Texte erst einmal hauptsächlich von seiner Trauer. Doch recht schnell begann er, über das Leid in der Welt zu schreiben statt sich selbst zu bemitleiden. Er erweiterte seine Themen zu universellen Fragestellungen und hinter seinen leichten Inselmelodien verbergen sich aktuelle Probleme wie Umwelt („Dark Clouds“) und Globalisierung, der Wirbelsturm Katrina in Louisiana bis hin zum Konflikt in Darfur.
Es ist kaum möglich, einen einzelnen Song hervor zu heben. Jede Melodie entwickelt sich rasend schnell zum ansteckenden Ohrwurm – vom melancholischen „Orphans Cry“ bis zum unwiderstehlichen „Angry Language“, vom munteren (trotz des schwierigen Themas der Gewaltbereitschaft unter den Menschen) „Since Cain“ zu „Kink and Crinkle“. Die elf Songs schaffen es, den magischen Reggae-Sound der 70er Jahre zu verbreiten und sehen dabei niemals alt aus. Die Schlussballade „Louisiana“ klingt mit ihrer sparsamen Klavierbegleitung noch eine ganze Weile nach den letzten Akkorden nach.