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Jaune Toujours
(Belgien)
Kolektiv Choux de Bruxelles
 
Yan Caillasse
Frankreich
Un chien de ma chienne Caillasse Theatre
 
Bernard Mayo
Kongo
Besoin d’Amour Crocodiles Productions
 
Pacífico Colombiano
Kolumbien
VA Otrabanda Records
 
Goreala
Kenia
Metaphor Za Mtaa Culture Taxi Records
 
Atongo Zimba
Ghana
Barefoot in the Sand - Savannah Breeze - Savannah Breeze CD/DVD Hippo Records
 
Weepers Circus
Frankreich
Tout n’est plus si noir BAZ Productions
 
Khamelien
Trinidad
Never say never Culture Taxi Records
 
Madera Limpia
Kuba
La Corona Out Here Records
 
V.A.
-
The Diaspora for Africa vol.2 Culture Taxi Records

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Russkaja

"Kasatchok Superstar"
 Chat Chapeau
 (im Vertrieb von Soulfood)
 VÖ: 18. Februar 2008

 

Innerhalb der vergangenen 18 Monate schaffte es die außergewöhnliche Russian-Balkan-Ska Formation Russkaja vom angesagten Wiener Geheimtipp zur Crossover Kulttruppe aufzusteigen. Ihre Konzerte sind Ereignisse, die von einer perfekt choreographierten und mit 100% körperlichem wie musikalischem Einsatz zelebrierten Bühnenshow ebenso getragen werden, wie vomm nicht minder mitreißenden Einsatz der ständig wachsenden Fangemeinde. Im Russkaja-Stammland Österreich ziehen ihre Auftritte mittlerweile regelmäßig Tausende in die Hallen und Clubs. Auf ihr erstes Studioalbum haben Russkaja ihre Fans bewusst einige Zeit warten lassen. Es war den Vollblutmusikern ein grosses Anliegen, deutlich hörbar zu machen, dass Russkaja auf Tonträger weit mehr zu bieten haben als „nur“ High-Speed zum Abtanzen, sondern dass die Gruppe durchaus gehobenes Hörvergnügen bietet. Das Debut-Album „Kasatchok Superstar“ erscheint am 18. Februar beim Wiener Label chat chapeau. Infos: www.chatchapeau.com, www.russkaja.com

Russkaja – der Name ist Programm und sagt an sich schon alles: „Russ“ wie russische Nächte, russische Tiefe, russische Seele. „Ska“ steht für den Rhythmus, der das Bein zum Polka-Tanzen zwingt. Und „ja“ als Klang der Befreiung... denn ein Nein, wird nicht akzeptiert.

Jedenfalls nicht auf der Tanzfläche. Bewegungsverweigerung ist bei Russkaja ausgeschlossen. Egal ob vor 50 neugierigen Studenten in der ostdeutschen Provinz oder vor 30.000 enthusiastischen Fans auf heimischen Festivals, die siebenköpfige Band ruft überall typische Verhaltensmuster hervor: Springen, Tanzen, Klatschen, Jubeln, Singen, vom ersten Takt bis zur allerletzten Zugabe.

Apropos „heimisch“. Wo ist das, bei einer Gruppe, mit einem russischen Sänger, einem ungarisch-britisch-österreichischen Drummer, einer Geigerin mit einem höchst russischen Namen, die aber aus Deutschland stammt, einem ukrainischen Bassisten, der den Nachnamen „Miller“ trägt, zwei Bläsern, die österreichischer nicht heißen und sein könnten und einem Gitarristen, der aus einer Musiker- und Künstlerfamilie stammt, die so mit Wien verbunden ist, dass sie schon bald in Reiseführern stehen müsste? Einer Band zudem, die rund 200 Tage im Jahr auf Tour ist, zwischen Istanbul und Amsterdam. Wer Russkaja je live erlebt hat, weiß, dass diese Truppe ganz sicher an einem Ort zuhause ist: auf der Bühne.

Jetzt also das Album. „Kasatchok Superstar“ heißt der erste Longplayer nicht ohne Augenzwinkern. Russkaja haben ihre ständig wachsende Fangemeinde über zwei Jahre darauf warten lassen und das nicht ohne Grund. Wer auf der Bühne so abräumt, muss sich gut überlegen, was er im Studio macht, bevor man eine Aufnahme aus der Hand gibt. Das Warten soll sich gelohnt haben:

Wer zu Hause eine Party hat, die nicht so recht in Schwung kommen will, der ist mit der „Kasatchok Superstar“ natürlich schon mal gut beraten, um Bewegung unter den Gästen zu verbreiten.

Aber es lohnt sich auch, das Album einmal allein oder zu zweit, jedenfalls in Ruhe anzuhören. Denn es enthält viel Hörenswertes. Trickreiche Bläserarrangements zum Beispiel, die bei jedem Ton verraten, dass hier Menschen am Werk sind, die Ihr Handwerk perfekt verstehen und die in der Lage sind, damit Stimmungen zu erzeugen und Geschichten zu erzählen, die man auch dann fühlen kann, wenn man die russischen Vocals von Frontmann Georgji Makazaria nicht versteht. Dessen wandlungsfähige Stimme kann auf dem Album ebenfalls Facetten zeigen, die in den tobenden Mengen bei Konzerten kaum wahrgenommen werden.

Russkaja spielen unangestrengt mit Klischees und Stereotypen ohne auf diese hereinzufallen. Immer dann, wenn man glaubt, es zu wissen, es schon gehört zu haben, geht die Fahrt in eine andere, überraschende Richtung weiter und gibt immer neue Klangaussichten frei. „Perfect Entertainment“, wie der Angelsachse sagt. Was auf der Bühne Russkajas Maxime ist, bringen sie auch im Studio treffsicher auf den Punkt.

Kasatchok, ursprünglich auch Cossachok (aus dem russischen: „Kosakentanz“) ist ein Tanz der als Kosaken bezeichneten russischen Wehrbauern im Osten der heutigen Ukraine. Der Tanz weist viele Improvisationen auf und ist im 2/4-Takt gehalten. Die Tänzer treten meist paarweise auf, oft in einer Art Wettstreit mit nahezu artistischen Einlagen. Typisch für den Tanz sind die vor die Brust gekreuzten Arme, das geräuschvolle Zusammenschlagen der Absätze und die so genannte Prisjadka, der Wechselsprung zwischen gestrecktem und angewinkeltem Bein aus der Hocke. Wie kommt’s, fragt man sich, dass eine Band, die es erst seit knapp drei Jahren gibt, schon so kompakt, so facettenreich und mit allen musikalischen Wassern gewaschen ist? Nun, die sieben Musiker versammeln immerhin rund 100 Jahre Musik- und Bühnenerfahrung. Und da ist alles dabei. Klassik, Jazz, Musical, Pop, Rock, leichte Unterhaltung und Heavy Metal. Manche von ihnen bewegen sich auf Bühnen und Backstage seit sie laufen können, andere haben sich durch probiert, durch Genres und Clubs, haben Erfahrungen gesammelt, Erfolge ebenso wie Niederlagen und Enttäuschungen, bis es schließlich einer dieser Zufälle war, dass ein paar Leute zur richtigen Zeit am richtigen Ort zusammentrafen und Lust auf dieselbe Sache hatten.

Es ist an der Zeit, Russkaja kennen zu lernen! Antonia-Alexa Georgiew – Violine & Chor, H.G. Gutternigg – Posaune, Tuba. Trompete & Chor, Dimytro Miller – Bass & Vocals, Manfred Franzmeier – Saxophon, Klarinette & Chor, Zebo Adam – Gitarre & Vocals, Titus Vadon – Drums & Vocals und Georgij Makazaria – Vocals.

ХОРОШЕГО РАЗВЛЕЧЕНИЯ – gute Unterhaltung!

© Malagueta Music Ltd. 2006