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LéOparleur
(Frankreich) "Tout ce qui brille" Léo Production |
Cubanito 20.02
(Kuba) "Tocame" Lusafrica |
Dub Incorporation
(Frankreich) "Dans le décor" Dub Incorporation |
Fatima Spar und Die Freedom Fries
(Türkei/Balkan) "Zirzop" Hoanzl |
Costo Rico
(Spanien) "Cosas Ricas" Ventilador |
Miriam Aida
(Schweden) "Meu Brasil" Connective Records |
Babylon Circus
(Frankreich) "Dances Of Resistance" Sky Cap |
Bau
(Kap Verde) "Ilha Azul" Lusafrica |
Djamel Laroussi
(Algerien) "3Marabouts" Dadoua |
Amparanoia
(Spanien) "La Vida te da" Wrasse Records |
"Gorée"
Lusafrica
(im Vertrieb von Rough Trade
Kat-Nr:
VÖ: 2. Juni 2006
Pierre Akendengue ist einer der großen Meister der zeitgenössischen afrikanischen Musik. Als junger Mann schwer krank, kam er Mitte der sechziger Jahre nach Paris, um medizinisch behandelt zu werden. Zu dieser Zeit stellten die ehemaligen Kolonialmächte für viele Afrikaner einen sicheren Ort dar, die gegen die Autorität der auf dem schwarzen Kontinent kürzlich an die Macht gekommenen politischen Regime kämpften. Auch Pierre Akendengue wurde in Frankreich Asyl gewährt, und dort machte er das zum Beruf, was er als seine essentielle Natur sah: die Kunst der Musik, die er gleichermaßen auf den Dorffesten seiner Heimat Gabun wie in der Tiefe des Urwalds während seiner Kindheit entdeckte.
In Paris fand er die richtigen Bedingungen vor, um seinen Protest zu artikulieren und seine Leidenschaft auszuüben. Er besuchte die berühmte Schule "Petit Conservatoire de la Chanson de Mireille", an der so viele Stars der 60er, 70er und 80er studiert haben. Dort wurde er von Pierre Barrouh entdeckt, dem Mann der unter anderem Jacques Higelin und Brigitte Fontaine zu ihren jeweiligen Karrieren verhalf. In Jahre 1974 veröffentlichte Barrouh Akendengues erstes Album Nandipo auf seinem Label Saravah. Zwei Jahre später erhielt der Künstler den SACEM-Preis für junge Künstler für seinen Song Africa Obota. Dieses wundervolles Lied zu Ehren Afrikas brachte ihm die breite Anerkennung des französischen Publikums und ermöglichte ihm somit, seine Wurzeln in Frankreich zu schlagen, bis er sich im Jahre 1985 dazu entschloss, nach Gabun zurück zu kehren. Pierre Akendengue gehört sicherlich zu denen, die mit Touré Kunda, Xalam, Youssou Ndour oder Salif Keita die Explosion der afrikanischen Musik im Frankreich der Achtziger initiiert hat.
Geschichtenerzähler, Kämpfer, Soziologe und Dichter: Akendengue mischt alle Genres. Mit poetischen Texten, subtilen Metaphern und scheinbar einfachen Melodien hat sich Akendengue als einmaliger Künstler etabliert, einer von denen, die das Bewusstsein jenseits der Grenzen erweitern möchten. Kein Groll, keine Verachtung zerstören die Schönheit seiner Lieder. Mit Gorée, seinem achtzehnten Album, setzt er die Tradition des gabunesichen Urwaldes und der ewigen afrikanischen Kultur fort und behauptet: "Kunst sollte vorrangig ein Instrument der Befreiung sein. Künstler sollten nicht reden, um des Redens willen oder über die Sachen, die sie wissen, schweigen." Wir hören ihm gerne zu!