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Mich Gerber
Schweiz
"The Endless String"
 
Carmen 13.11.2003 - Berlin, Haus der Kulturen der Welt
 
Pushkin - Toure 11.10.2003 Berlin, Passionskirche
 
Rassegna
Mittelmeer
"Dominos" Playasound
 
Mané
Portugal
"Fado Subtil" Playasound
 
Various Artists
Afrika
"Le Festival Au Désert Exil"

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Mich Gerber

"Klanggemälde von entrückter Schönheit" (Berner Zeitung)

Als sich Mich Gerber noch in der Ausbildung als Theatermaler befand, kaufte er der schönen, majestätischen Form wegen einen Kontrabass. Es dauerte allerdings nicht lange, bis er dieser imposanten "Skulptur" die ersten Töne entlockte ... und sich ins Berner Konservatorium einschrieb! Sein Diplom in der Tasche spielte er mit dem Sinfonieorchester Bern. Später experimentierte er erst mit unterschiedlichen Formen improvisierter Musik von Jazz und Freejazz über Rock bis Hardcore, bevor er sich dann für den eher unkonventionellen Weg einer Solokarriere als Kontrabassist entschied.

Als wäre dieser Weg nicht schon aussergewöhnlich genug, entwickelte der viel gereiste Schweizer einen sehr eigenwilligen Stil, den er in "The Endless String" meisterhaft präsentiert. Durch Zupfen, Schleifen, Streichen und Kratzen schafft Mich Gerber einzelne Melodiefragmente, die er anschließend übereinander schichtet. Der warme Klang des Kontrabasses sowie ein überaus feinfühliger Umgang mit der Technik lassen eine Musik entstehen, die niemals ihre menschliche Dimension verliert. Vielmehr werden bizarre atmosphärische Tracks hervorgebracht, die zwischen luftigen Loops und Kammermusik kaum einzuordnen sind. Auf "Sirens call" und "Embers of love" überrascht Imogen Heap, eine der aufregendsten Stimmen der englischen Popszene ("Blanket" mit Urban Species). Unaufdringlich drummen Marco Agovino und Gert Stäuble im Hintergrund.

Doch der besondere Charakter von Mich Gerbers Musik wird vorrangig durch das Instrument geprägt, durch den Bogen, die Darmsaiten, das Holz, welche diese beeindruckende Wärme erzeugen. Tonschlaufe um Tonschlaufe ist ein wundersam eigenwilliges Album entstanden, in dem melancholische, stellenweise orientalisch klingende Melodien ineinandergleiten und möglicherweise hin und wieder etwas nachdenklich stimmen.

Das, was mit bescheidenen wenn auch anmutigen Solokonzerten in mäßig frequentierten Clubs der schweizerischen Subkultur begann, ist definitiv über das Stadium des Geheimtipps hinausgewachsen. Heute ist Mich Gerber zum "Kontrabass spielenden Popstar" avanciert, der mit sehr eigenen künstlerischen Visionen ein stets wachsendes Publikum begeistert.

© Malagueta Music Ltd. 2006