Malagueta-Music.com

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Samir Tahar
Algerien
"Magig Ud" Next Music
 
V.A.
Haiti
"Haitian Troubadours" Next Music
 
Kle-Z
Frankreich
"Klezmer Latitudes" Pygmalion
 
Adesa
Ghana
"Akoma" Heaven & Earth
 
Gnawa Diffusion
Algerien
"Live DZ" Next Music

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Kle-Z

Das Kle-Z Abenteuer begann im Jahre 2001, dort wo man es am wenigsten vermutet hätte. In einem Häuschen in der Provence entstand das Album "Klezmer Latitudes", das die Traditionen der Klezmer-Musik mit der Jazz-Inspiration der Musiker vereint.

Die Musik der osteuropäischen Juden zu spielen, heißt immer eine Geschichte erzählen. Ähnlich der menschlichen Sprache ist der meist instrumentale Ausdruck der Klezmerlieder überaus nuanciert, der Klang der Instrumente erstaunlich reich an Emotionen. Die Musiker wechseln blitzartig zwischen Freude und Trauer, Begeisterung und Klage, Flüstern und Aufschrei. Entscheidend ist nicht nur was erzählt wird, sondern wie es erzählt wird.

Wie einst die Klezmorim mit ihren Instrumenten durch das Land zogen und musikalische Anleihen bei den Russen, Griechen, Polen, Rumänen oder Bulgaren machten, um ihre traditionelle Hochzeitsmusik anzureichern, reisen heute die fünf Musiker um den Posaunisten Marc Slyper (Orient Express Moving Schnorer) quer durch die musikalische Galaxie. Michel Goldberg (Dee Dee Bridgewaters Klarinettist und Saxophonist), Antoine Illouz, der Salif Keita und Manu Dibango an der Trumpete begleitet, der Pianist Philippe Monange, Karim Touré, Perkussionist von Tao Ravao, und der Kontrabassist Etienne Roumanet bewegen sich mühelos zwischen Klezmer und Jazz und dank ihrer Fantasie ist ihnen auch der überraschende Crossover zum französischen Chanson gelungen. Aus Serge Gainsbourgs träumendem Fahrkartenkontrolleur der Pariser Métro ("Le poinçonneur des Lilas") ist ein Shnorer geworden, ein Bettler, der von Haus zu Haus geht, um gegen gerinfügiges Entgelt Ratschläge zu geben und Lieder zu singen.

Und die Rechnung geht auf. "Klezmer Latitudes" verbreitet diese ganz besondere Stimmung, humorvoll, nostalgisch und fröhlich zugleich, etwas durchgedreht und immer liebevoll, die streckenweise an Kusturicas Soundtracks erinnert. "Die ganze Welt tanzen lassen, ist der schönste der Berufe" , singt der Schnorer. Die Botschaft kann kaum klarer ausgedrückt werden.

© Malagueta Music Ltd. 2006