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Victor Démé. Lido (Berlin)
Burkina Faso
21.4.2010, 20h00
 
Dobet Gnahoré
Elfenbeinküste
Djekpa La You Contrejour
 
LifeLines #3: Rubén Rada, Haus der Kulturen der Welt
Berlin
Mit: Rubén Rada, Juana Molina, Jazzanova, Javier Malosetti, Pablo Schanton
 
Amparo Sanchez
Tucson-Habana
Spanien Wrasse Records
 
Oswin Chin Behilia
Curacao
Liber Otrabanda Records
 
Mikea
(Madagaskar)
Taholy Contrejour
 
Afel Bocoum
(Mali)
Tabital Pulaaku Contrejour
 
LéOparleur
(Frankreich)
Faut Du Rêve Léo Production
 
Die Strottern
(Österreich)
I Gabat Ois Cracked Anegg
 
Dazkarieh
(Portugal)
Hemisférios Hepta Trad.

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Goreala

"Metaphor Za Mtaa"
Culture Taxi Records
(im Vertrieb von H’Art)
VÖ: 14.11.2008

Culture Taxi Records bietet Ihnen eine kugelsichere Limousine an, mit der Sie durch die Slums von Nairobi fahren werden. Passen Sie auf Ihre Brieftasche auf, lassen Sie Ihre Schmucksachen zu Hause und überlassen Sie alles Weitere Ihrem Chauffeur, der Sie durch die raue Realität des kenianischen Stadtdschungels führen wird.

Seit seinen Ursprüngen in den afroamerikanischen Ghettos New York Citys in den 70er-Jahren hat sich der Hip-Hop in alle möglichen Richtungen entwickelt. Doch gerade in afrikanischen Haupt-städten, wie beispielsweise in Nairobi, wird er noch auf der Straße gelebt und nimmt unzweifelhaft den Platz einer legitimen Form sozialen Ausdrucks ein. Für Eric Mukunza a.k.a. Goreala, der in einem Umfeld ungeheurer Armut einen harten Überlebenskampf führen musste, war der Hip-Hop die einzige Möglichkeit, aus der Gewalt des Ghettos heraus zu finden, und er ergriff diese Gelegenheit mit aller Kraft. Gorealas „free-style skills“ wurden in Nairobi recht schnell bekannt, und er wurde bald zu einem begehrten Performer in den lokalen Klubs. Seine Musik spiegelt seine persönliche Geschichte wider. Goreala textet auf Englisch und Swahili, die Themen kommen "direkt von der Straße" und handeln von den Problemen, denen er und seine Freunde gegenüberstehen.

„Metaphor Za Mtaa (Street Metaphors)“ ist Gorealas zweites Album und eine beharrliche und unbarmherzige Abrechnung mit seinem Leben. Er hängt mit Freunden herum, poltert gegen Korruption und plaudert teilweise mit entsprechendem Macho-Gehabe über Frauen. Alles vor einer eindringlichen Kulisse, die von Goreala und dem französischen DJ Boulaone (Sergent Garcia, Gnawa Diffusion…) dirigiert wird. Viele seiner Tracks beginnen mit Klangschnipseln aus der realen Welt, die eine zusätzliche Unruhe in seine bereits gehetzten Lebensberichte bringen. Polternde Hi-Life Gitarren und eine Gast-Rapperin entlasten stellenweise die Spannung („She Smiles Easy“), bereits im darauf folgenden Stück „Interlude“ ist der Druck jedoch wieder voll aufgebaut.

Metaphor Za Mtaa wurde im Studio der niederländischen NGO Uptoyoutoo in einem der ärmsten Vierteln Nairobis aufgenommen. So entstand ein Album, bei dem der Sound der Straße durchgehend präsent ist. Realitätsnah und authentisch: ob aus New York City, Dakar oder Nairobi, so muss urbane Musik klingen!

© Malagueta Music Ltd. 2006