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Mich Gerber
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"The Endless String"
 
Carmen 13.11.2003 - Berlin, Haus der Kulturen der Welt
 
Pushkin - Toure 11.10.2003 Berlin, Passionskirche
 
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"Le Festival Au Désert Exil"

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Boubacar Traoré

www.jechanteraipourtoi.com (Französisch/Englisch)

"Je chanterai pour toi" ist der Soundtrack zu Jacques Sarasins gleichnamigen Film (Deutschland-Start: Sep-tember 2003), ein Spaziergang durch Mali an der Seite von Boubacar Traoré. Wie ein intimes Reisetagebuch erzählen Kar Kars Lieder die wichtigen Etappen in seinem Leben. Der Spitzname Kar Kar - "derjenige, der gut dribbeln kann" - erinnert an seine Zeit als lokaler Fussballstar, doch der junge Mann aus Mali sollte auf ganz andere Art und Weise in den 60er Jahren berühmt werden. Von Kayes bis Bandiagar, von Bamako bis Niafunké, wir folgen ihm wie einem Freund und begegnen auf der Reise Ali Farka Touré, Ballaké Sissoko und Rokia Traoré.

Boubacar Traoré wurde im Jahre 1942 im Nordwesten Malis in der Stadt Kayes geboren. Sehr früh lernt er Gitarre spielen, beeinflusst vom afrokubanischen Stil seines älteren Bruders, der auf Kuba studierte hatte, aber ganz gewiss auch vom amerikanischen Blues und dem Kassonké, der traditionellen Musik seiner Heimatstadt. Anfang der 60er Jahre arbeitet er als Schneider in Bamako und gründet die "Pionniers Jazz", mit denen er im inzwischen berühmten "Buffet de la Gare de Bamako" ein breites Repertoire aus Jazz, Rumba, Meren-gue, Hula-Hoop, Cha-Cha-Cha, Twist und Madison jedes Wochenende spielt. Als er 1963 in der Radiosendung "Les Auditeurs du Dimanche" auftritt, wird er mit seinem "Mali Twist" über Nacht zum Star. Das Stück wird jahrelang jeden Morgen im Radio laufen, um die Bevölkerung dazu aufzumuntern, das gerade unabhängig gewordene Land wieder aufzubauen. Zu dieser Zeit schreibt er "Kayes Ba", das ebenfalls auf dem aktuellen Album in der ursprünglichen Radio Mali Version enthalten ist.

"Je chanterai pour toi" beginnt in Timbuktu mit dem Lied "Mouso Teke Soma Ye" und den gewaltigen Geistern der Wüste. Zusammen mit Ali Farka Touré läuft Kar Kar durch die Straßen in Niafunké, wo die beiden Blues-Legenden Malis die unendliche Trauer Boubacars nach dem Tod seiner Frau Pierrette besingen ("Diarabi"). Seit Modibo Keitas Sturz im Jahre 1968 war Kar Kar gänzlich in Vergessenheit geraten. Als er 1987 von Journalisten wiederentdeckt im Fersehen erscheint, traute keiner seinen Augen, da man ihn aufgrund einer Verwechslung mit seinem Bruder längst für tot erklärt hatte. Im Jahre 1989 dreht sich endlich das Blatt, und Kar Kars erstes Album "Mariama" wird in Europa veröffentlicht. Den Titelsong spielt er hier mit Ballaké Sissoko unter dessen Mangobaum in Bamako neu ein. "Sa Golo" - in einer Live-Version mit Rokia Traoré - und "Maciré", nach seinem jüngeren Bruder benannt, erinnern an weitere CDs seiner zweiten Kar-riere. Seinem älteren inzwischen verstorbenen Bruder, mit dem er jahrelang einen kleinen Laden betrieb, widmet er "Kalilou". Seine Heimatstadt Kayes ehrt er mit dem Titelsong "Je chanterai pour toi", in dem er seine glückliche Jugend beschreibt. Ferner liefert er den bislang unveröffentlichten "Le monde est fait pour qu’on s’aime" und zwei Improvisationen, darunter den beeindruckenden Abspann des Filmes mit Ali Farka Touré.

"Je chanterai pour toi" erzählt in 16 Songs die Geschichte eines Mannes, der durch den Blues des Lebens gegangen ist. Boubacar Traoré, der als Kind "nicht sterben wollte, ohne die Musik kennengelernt zu haben", lässt sein feinfühliges Gitarrenspiel erklingen und singt mit melancholischer Stimme, hier und da von Kora, Balafon oder Kalebassen begleitet, ganz so als würden Kayes oder Bamako am Ufer des Mississippi River liegen.

Date Ort
Do. 18.09.08D-Freiburg (jazzhaus)
© Malagueta Music Ltd. 2006