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Victor Démé. Lido (Berlin)
Burkina Faso
21.4.2010, 20h00
 
Dobet Gnahoré
Elfenbeinküste
Djekpa La You Contrejour
 
LifeLines #3: Rubén Rada, Haus der Kulturen der Welt
Berlin
Mit: Rubén Rada, Juana Molina, Jazzanova, Javier Malosetti, Pablo Schanton
 
Amparo Sanchez
Tucson-Habana
Spanien Wrasse Records
 
Oswin Chin Behilia
Curacao
Liber Otrabanda Records
 
Mikea
(Madagaskar)
Taholy Contrejour
 
Afel Bocoum
(Mali)
Tabital Pulaaku Contrejour
 
LéOparleur
(Frankreich)
Faut Du Rêve Léo Production
 
Die Strottern
(Österreich)
I Gabat Ois Cracked Anegg
 
Dazkarieh
(Portugal)
Hemisférios Hepta Trad.

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Home > Promotion > Ahoar
Ahoar

 "Between Rivers "
 Heaven & Earth
 (im Vertrieb von harmonia mundi)
 VÖ: 19. Oktober 2007

 

Ahoar nennen sich der Maqamsänger und Perkussionist Saad Thamir und Bassem Hawar an der Kniegeige Djoze, beide klassische Konzertmusiker aus dem Irak, der belgische Jazzpianist Free Desmyter und Dietmar Fuhr, Jazzkontrabassist aus Köln. Indem sie zwei sehr unterschiedliche Musikstile miteinander verbinden und sich auf musikalisches Neuland begeben, wagen die vier Musiker mit diesem Projekt ein einzigartiges Experiment.

Das Geheimnis von Ahoar scheint in der Reduktion auf das musikalisch und ästhetisch Allernotwendigste zu liegen: kurze, klare Melodien, eingängig wie Kinderlieder, minimalistische Motive, etwa leichte Klavierakkorde, die kaum verändert, leise, gleichmäßig wiederholt werden, vorsichtig in ein klangliches Gesamtbild hinein getupft. Kein Schlagzeug, keine farbenreiche Perkussion, nur bei einigen Stücken Rahmentrommeln oder arabische Tabla. An jeder Stelle bleibt der einzigartige Klang der Gruppe sofort erkennbar. Auch in ihrer Form sind die Stücke karg bis zur magischen Leere: Meist erklingt nur ein einziges, schlichtes Thema, oft nur ein leicht variiertes Motiv. Keine melodische Entwicklung zieht den Hörer mit sich, keine kontrastreichen Brüche versuchen ihn zu überraschen: Eine Tonfolge auf der Djoze, ein langsam vor sich hin torkelndes Klavier. Keine Bewegung, nur ein unmerklich langsam an- und wieder abschwellender Klang. Faszinierend!

Und doch wirkt die Musik von Ahoar an jeder Stelle wie ein unauflösliches Gesamtgebilde. Unmöglich wäre es, die Bestandteile der Ausgangsstile getrennt voneinander herauszuhören. Nur schwer wird man eine Gruppe finden, in der sich alle Beteiligten – obwohl unüberhörbar außerordentliche Virtuosen – für einen gemeinsamen Gesamtklang derart radikal zurücknehmen. Keine Synthese von Traditionen hat hier stattgefunden, sondern eher eine Art musikalische Kernschmelze.

Selten ist die Kombination aus einstimmiger, filigraner Maqam-Melodik und westlicher Mehrstimmigkeit so gelungen wie hier. Immer wieder wird man beim Hören unsicher, ob gerade überhaupt noch Harmonien erklingen oder nicht nur mehr ein langer, weich dahinströmender Bordun-Ton. Ebenso wenig entfaltet sich der irakische Maqam, dieser lange Zyklus mit seinen festgelegten Liedern, Rhythmus und Modulationen. Die beiden irakischen Musiker von Ahoar, durchbrechen immer wieder die strengen Formen und verkürzen seine Entwicklungen.

Nur Moleküle, so scheint es, haben die vier aus ihren diversen Musiktraditionen herausgelöst und neu miteinander verschmolzen.

Ahoar sind Gewinner der „creole NRW 2006 - Preis für Weltmusik aus NRW“ und Gewinner der „creole 2007 – Preis für Weltmusik aus Deutschland“.

Aus der Laudatio der internationalen Jury: "Der Verbindung von westlichem Jazz und der Musik des Irak, der Erschaffung einer neuen Sprache, den mit grosser Hingabe spielenden Musikern in ihrer berührenden und bewegenden Performance zollen wir Respekt."

beigefügte Dokumente

© Malagueta Music Ltd. 2006