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Burkina Faso 21.4.2010, 20h00 |
"Niger"
Contrejour
(im Vertrieb von Hausmusik )
Kat-Nr: CJ017
VÖ: 20.04. 2007
Die musikalische Laufbahn des studierten Agraringenieurs beginnt in 1968, als der Dreizehnjährige in die Band seines Onkels Ali Farka Touré eintritt. Diese verlässt er zehn Jahre später, doch die Zusammenarbeit mit Ali Farka Touré wird 30 Jahre währen. In den 80er Jahren gründet Afel Bocoum sein eigenes Ensemble Alkibar („Der Bote des großen Flußes“ in der Sprache der Sonrhaï).
Im Jahre 1999 produziert Afel Bocoum sein erstes Album „Alkibar“ (World Circuit). Das Album wurde in Niafounké aufgenommen, als Ali Farka Toure in Nick Golds mobilem Studio gerade selber arbeitete. Mit dem Segen des „Bosses“ entwickelt Afel Bocoum ein eigenes Repertoire der sanften und hypnotischen Töne.
Im Jahre 2002 nimmt Afel Bocoum mit Blurs Leader Damon Albarn das erfolggekrönte Album „Mali Music“ auf. In 2004 und 2005 arbeitet er mit Habib Koite und den Touareg Frauen von Tartit in der einmaligen Bühnenshow „Desert Blues“, die in einer Reise ins Herz der Sahara und des Sahels die ethnische Vielfalt Malis widerspiegelt.
Heute erscheint Afel Bocoums zweites Werk „Niger“. Mit diesem Album führt er uns zu den Ufern des großen Flußes in die Nähe von Niafounké, der Wiege des Blues. Die einsaitige Geige Njarka und die zweisaitige Gitarre Njurkel sowie die traditionelle Kalebasse stellen die Basis seiner Musik dar. „Während ich die Gitarre einfach nur spiele, finde ich in den Instrumenten meiner Heimat, deren Klang ich am besten verstehe, meine ganz natürliche Inspiration. Ich komponiere nur mit Njarka und Njurkel“, erklärt Afel Bocoum. Die Atmosphäre, die er so erzeugt, zieht den Hörer ganz allmählich in seinen Bann. Sein Spiel mit Njarka und Njurkel, seine Soli auf der 6-saitigen Gitarre, seine schlichten erdigen Melodien erinnern an eine Pirogue, die leise den Fluss hinunter fährt.
Afel Bocoum singt hauptsächlich in Sonrhaï, seiner Muttersprache, aber auch in Tamasheq, der Sprache der Touaregs und in Bambara. Zwangsheirat, Ehrung von Persönlichkeiten des lokalen Lebens, Oden an die Natur und Arbeitslieder stellen die Hauptthemen der Texte dar.
Trotz seines wachsenden Erfolgs bleibt Afel Bocoum bescheiden und behält sein sanftes Naturell. Hört man diese tanzenden Melodien des Flußes und die Rhythmen des Wüstenwindes, dann wird einem klar, dass Ali Farka Toures musikalisches Erbe in guten Händen ruht.
Mit ausgesprochener Feinfühligkeit und sicherem Talent beweist Afel Bocoum, dass er tatsächlich ein „Bote des großen Flußes“ ist. „Niger“ wird sicherlich nicht nur die Malier ansprechen, die faszinierenden Klänge haben das gewisse Etwas, das die ganze Welt berührt.